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Berufsunfähigkeitsversicherung für Existenzgründer

Bei einer Existenzgründung ist es wichtig, nicht nur an den Geschäftsaufbau, sondern auch an die eigene Absicherung zu denken. Neben einer Renten- und Krankenversicherung ist auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Existenzgründer von großer Wichtigkeit. Denn – fällt der Gründer wegen Krankheit dauerhaft aus, steht dieser auf einmal ohne Einkommen da.

Versicherungen bieten speziell für Existenzgründer Verträge an, bei denen kein geregeltes Einkommen nachgewiesen werden muss. Die Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsrente ist in den meisten Fällen in Höhe von 1.500 Euro möglich, ohne dass Einkommensnachweise erbracht werden müssen. Erst einige Jahre später wird überprüft, ob die Rente in dieser Höhe auch weiterhin so bestehen bleiben kann.

Der Berufsunfähigkeits-Tarif für einen Existenzgründer darf nicht zu hoch sein – denn ein Gründer kann häufig nur schlecht sicher in die finanzielle Zukunft blicken. Wichtig ist jedoch zu bedenken, dass man sich lieber niedrig, als gar nicht versichern sollte. Je jünger und gesünder man ist, desto niedriger sind auch die Versicherungsbeiträge. Es ist möglich, eine Dynamik im Laufe der Jahre auszuwählen, bei der die Berufsunfähigkeitsrente sowie die Versicherungsbeiträge regelmäßig nach oben angepasst werden.

Die Dynamik kann jedoch auch zwei Jahre lang ausgesetzt werden, erst nach drei Jahren Aussetzung erlischt sie ganz.

Existenzgründer und die Berufsunfähigkeit

Interessant ist auch die Möglichkeit, einen Tarif mit Nachversicherungsgarantie abzuschließen – in diesem Fall wird bei einer Einkommenserhöhung keine erneute Gesundheitskontrolle notwendig. Existenzgründer sollten sich im Vorfeld überlegen, wie die Beitragszahlungen weiterlaufen, wenn Zahlungsschwierigkeiten ins Haus stehen. Bei diesen Überlegungen sollte bedacht werden, dass es wichtig ist, dass der Vertrag weiterläuft und nicht erneut mit einer Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden muss. Bei Existenzgründern, die als Freiberufler arbeiten, besteht häufig die Möglichkeit, die Leistungen der Künstlersozialkasse in Anspruch zu nehmen.

Diese gewährt auch eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente – man sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass diese als vollständige Absicherung ganz bestimmt nicht ausreichend sein wird. Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt es sich, nach einem „technisch einjährigen Tarif“ zu fragen. Bei dieser Versicherung ist man in jungem Alter günstiger versichert, mit dem Alter steigen auch die Beiträge. Normale Tarife errechnen einen Mischbetrag aus allen Altersstufen, der dadurch in jüngeren Jahren – und erst gegründetem Unternehmen – teurer werden kann.

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